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laufendes Jahr

Die Schönsten Schweizer Bücher des Jahres 1999

Alles schreit. Marc Deggeller. Anlässlich der Ausstellung der Prague Quadrennial of Stage and Theatre Architecture. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Zur Erinnerung an Helen Ganzoni-Landolt. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Lehni. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Staatsexamen. 81 Sprachbeobachtungen. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Affenschwanz - Trilogie einer virtuellen Firma. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Adrian Frutiger. Lebenszyklus. Cycle de la vie. Life cycle. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Aplix. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Zoo Basel. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Auf frischer Tat mit Joghurt, Quark & Co. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Hasentexte. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Paul Gugelmann. Maschinen im Kopf. Eine mobile Skulptur entsteht. Einblicke in die Werkstatt. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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A shot away some flowers. Video Works 1997 - 1999 / I built this garden for us. Photographic Works 1992 - 1999. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Das Festival im 21. Jahrhundert. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Raum Komfort Ästhetik. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Bannières 50 ans des conventions de Genève / Banners 50 years of the Geneva Conventions. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Franz Gertsch – Silvia. Chronik eines Bildes. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Richard Paul Lohse. Konstruktive Gebrauchsgrafik. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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In Natura. Pascale Wiedemann. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Architekturführer Zürich Ost. Ausgewählte Bauten des 20. Jahrhunderts. Zürcher Oberland und Rechtes Zürichseeufer. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Carles Valverde. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Daniel Schmid. A smugglers Life. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Poemanderm Schlaf. Der Rede Dreh. Fotografie: Melanie Hofmann, Zürich
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Über den Jahrgang

David Streiff
Direktor des Bundesamtes für Kultur
VORWORT

 

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat sich immer schon mit dem gut gestalteten Buch auseinandergesetzt. Seit über 80 Jahren werden Förderungsbeiträge an bestimmte Buchprojekte oder Preise im Bereich der Grafik des Eidgenössischen Wettbewerbs für Gestaltung vergeben. Mit dem Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» fördert und anerkennt das BAK seit fast vierzig Jahren die qualitativ hochstehende Buchgestaltung in der Schweiz. 1971 übernahm das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) das Patronat und formulierte die gesetzlichen Grundlagen für den 1944 erstmals durchgeführten und seit den fünfziger Jahren regelmässig stattfindenden Buchwettbewerb. Seither haben sich verschiedene grundlegende inhaltliche wie formale Veränderungen vollzogen.

 

In einem vorläufig letzten Schritt hat sich das BAK im Auftrage des EDI in Gesprächen mit dem Buchverlegerverband der deutschsprachigen und rätoromanischen Schweiz (VVSD), der Association Suisse des éditeurs de la langue française (ASELF) sowie der Società editori della Svizzera italiana (SESI) im letzten Jahr entschieden, den Wettbewerb in Zukunft allein durchzuführen und die Trägerschaft zwischen dem EDI und den drei Verlegerverbänden aufzulösen. Hingegen übernehmen die Buchverlegerverbände das Patronat über den Wettbewerb. Ein neuformuliertes schlankes Reglement und eine neue Form der Jury - die Vorjury wurde zu Gunsten einer einzigen Hauptjury aufgelöst - bilden seit Januar 2000 die neue Grundlage. Schon 1997 hatte sich im Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» das Schwergewicht der Jurierung von den technischen zu den gestalterischen Qualitäten eines Buches hin verschoben. Für die Bewertung bleiben herstellungstechnische Qualität sowie sachgerechte Materialwahl weiterhin wichtiges Kriterium, die künstlerische Gestaltung des Buches ist seither jedoch ein klar deklariertes Hauptanliegen des Buchwettbewerbs. Prämierte Bücher erhalten eine Ehrenauszeichnung und werden neu nur noch in zwei Ausstellungen pro Jahr in der Schweiz gezeigt. Für eine angemessene Präsentation der ausgezeichneten Bücher konnten wir mit dem Museum für Gestaltung Zürich und dem Musée des arts décoratifs in Lausanne, zwei der künstlerischen Buchgestaltung nahestehenden Institutionen, gewinnen. Wir freuen uns auch, die schönsten Schweizer Bücher erstmals im Rahmen des «Salon international du livre et de la presse» in Genf einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können. Die Kollektion der ausgezeichneten Bücher wird aber auch im Ausland an zwei prominenten Veranstaltungen bekannt gemacht. Es ist dies die Ausstellung der «Buchkunst international» auf der Frankfurter Buchmesse sowie die Präsentation der «Schönsten Bücher aus aller Welt» in Leipzig. Die Stiftung Buchkunst verleiht hier jedes Jahr die Goldene Letter, die goldene, silberne und bronzene Medaille sowie Ehrendiplome. Wir freuen uns, dass die in unserem Wettbewerb prämierte Publikation «Raum - Komfort - Ästhetik» in diesem Jahr ein Ehrendiplom erhalten hat.

 

Neben den nationalen und internationalen Ausstellungen macht der Katalog «Die schönsten Schweizer Bücher» Wettbewerbsresultate anschaulich und alle spezifischen technischen Daten greifbar. Er dient aber nicht allein als informatives Anschauungsmaterial, sondern ist seinerseits ein künstlerischer Beitrag zur aktuellen Buchgestaltung. In einem Turnus von drei bis vier Jahren werden nun jeweils junge Buchgestalter und Buchgestalterinnen eingeladen, diesen Katalog zu konzipieren. Gilles Gavillet, Zürich, hat den Katalog bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit Cornel Windlin, Zürich, entworfen und ausgeführt. Mit dem Katalog trägt ein neues Gesamterscheinungsbild für Plakate und Einladungskarten den Wettbewerb visuell nach aussen.

 

Aus 267 eingereichten Publikationen hat die sieben Mitglieder zählende Jury unter dem Präsidium von Lorette Coen, Lausanne, dieses Jahr 22 Bücher ausgezeichnet. Gleichzeitig verlieh die Jury zum vierten Mal den Jan Tschichold Preis. Mit diesem Preis zeichnet das EDI eine ausserordentliche Leistung, Kreativität und Engagement im Bereich der Buchgestaltung aus. Der diesjährige Jan Tschichold Preis in der Höhe von 15'000 Franken geht an den Verleger und Buchhändler Ricco Bilger, Zürich und Leukerbad.

 

Der Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher», die Ausstellungen und der Katalog geben nicht nur einen Blick auf den aktuellen Stand der Buchgestaltung in der Schweiz. Sie sollen eine breite Öffentlichkeit anregen, aktuelle Fragen und Probleme im Bereich der Buchgestaltung kritisch und engagiert zu diskutieren.

 

Ich bedanke mich herzlich bei Frau Mirjam Fischer, die den Wettbewerb seit letztem Mai konzeptuell und organisatorisch betreut.