Mit Behinderung in Angola leben

Mit Behinderung in Angola leben
© Foto: Simon Schmid, Schweizerische Nationalbibliothek

Mit Behinderung in Angola leben
© Foto: Simon Schmid, Schweizerische Nationalbibliothek

Mit Behinderung in Angola leben
© Foto: Simon Schmid, Schweizerische Nationalbibliothek

Mit Behinderung in Angola leben
© Foto: Simon Schmid, Schweizerische Nationalbibliothek

Ein design-ethnografisches Forschungsprojekt in Luanda erkundete den schwierigen Alltag jener fast zehn Prozent der angolanischen Bevölkerung, die mit einer körperlichen Behinderung leben - viele davon infolge von Unfällen mit Landminen. Die grossformatige Publikation, ganz in den Landesfarben schwarz, rot und gelb gestaltet, erscheint politisch und ästhetisch gleichermassen innovativ. Zu Beginn steht eine umfangreiche fotografische Selbstdokumentation eines Betroffenen, die neu eingefärbt sowie teilweise gerastert und collagiert wurde. Der anschliessende Forschungsbericht mit zahlreichen Gesprächsauszügen ist jeweils innerhalb eines verkleinerten gelben Seitenbereichs so gesetzt, dass es fast an ein Word-Standardlayout erinnert. Einzelne rot-gelbe Seiten mit meist mehreren Porträt- und Stadt-Fotos unterbrechen den Textfluss. Die selbstbewusste Präsentation hebt bekannte Spielformen von Viktimisierung und Mitleids-Ästhetik aus den Angeln und verleiht den Geschädigten eine Stimme, ein Gesicht und eine nicht zuletzt auch ästhetische Handlungsfähigkeit.

 

Autor:
Francis Müller, Zürich; Bitten Stetter, Hamburg (DE)
Gestaltung:
Hammer – Sereina Rothenberger, David Schatz, Zürich
Druck:
UAB BALTO print, Vilnius (LT)
Verlag:
Transcript, Bielefeld (DE)
ISBN:
978-3-8376-3480-8
Masse in mm:
296 × 199 × 11

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