Archiv
laufendes Jahr

Florian Joye

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

'Desert Gate'
© BAK / Körner Union, Lausanne

Overview

Kategorie

Fotografie

 

Werk

Fotoserie 'Desert Gate'

Essay

Geplante und gebaute Realität

Was sehen wir? Modelle, Kulissen oder gebaute Wirklichkeit? Es sind Bilder, die schwierig zu entziffern sind, die verwirren und irritieren. Bilder, die an Hollywood, Las Vegas oder Disneyland erinnern, an Amerikas Konsumhochburgen. Was wir aber tatsächlich sehen, sind Zeitzeugen der Baufreude in den Vereinten Arabischen Emiraten, vor allem in Dubai. Zukunft und Gegenwart, Wunsch und Realität vermischen sich gekonnt in der Fotoserie 'Desert Gate' von Florian Joye, die zwischen Werbe- und Dokumentarfotografie pendelt. Scheich Rashid Al Maktoum, einstiger Herrscher von Dubai, sagte 1990 kurz vor seinem Tod zu seinem Sohn und Thronfolger: 'Mein Sohn, es wird ein Arabien nach dem Petroldollar geben und es liegt an dir, es zu bauen'. Des Vaters Aufforderung reicht nun so weit, dass der Sohn dem Meer Land abringt und die Wüste zurückdrängt, um im kleinen Emirat Attraktionen zu bauen, die Menschen aus aller Welt anziehen und die Wirtschaft ankurbeln sollen. Dieser Entscheid versetzt das ganze Land in einen neuen Zustand: Es ist im Übergang vom Gestern ins Morgen. Dies gipfelt in Bildern von aufwändig erstellten Kulissen, platziert im Niemandsland der Wüste, die zeigen, was hier einmal stehen soll. Meterlange Architekturmodelle samt Umschwung unter grossen Hauben aus Acrylglas lassen die Planung wie Science-Fiction erscheinen. Andere Bilder zeigen tatsächlich gebaute Hochhaussiedlungen in der Mitte der Wüste, die so abgeschnitten von Zivilisation und Wasser scheinen, dass ein Beleben des Orts unmöglich wirkt. Der Fotograf Florian Joye führt uns mit seiner Arbeit vor Augen, wie nah Realität und Fiktion in diesen Breitengraden im Moment beieinander liegen, wie die präsentierten Bauprojekte in den einen Stolz und Zuversicht und in den anderen Zweifel und Ängste über diesen Ausnahmezustand wecken. Der Fotograf hat Traum und Albtraum nüchtern dokumentiert und auf Papier gebannt.
Ariana Pradal

Resources

Portrait

Biografie

Name

Florian Joye

 

Gruppenname

Novembre Magazine

 

Geboren

1979

Ausbildung

Photographer

 

auch im Jahr

2012 2013