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laufendes Jahr

Über die Preise 2008

Wettbewerb

Am Eidgenössischen Wettbewerb für Design 2008 haben insgesamt 210 DesignerInnen teilgenommen und in einem zweistufigen Jurierungsverfahren wurden 19 Preise gesprochen. Die Projekte wurden in der ersten Runde anhand der eingereichten Dossiers begutachtet. In der zweiten Runde wurden die Originalarbeiten präsentiert. Die Eidgenössische Designkommission wurde per 2008 - bis auf das Präsidium von Lorette Coen - neu zusammengesetzt und von fünf auf sieben Mitglieder erhöht. Zusammen mit internationalen Experten bildete sie die Jury des Wettbewerbs. Die Jurierungskriterien sind breit gefasst: Funktionalität, Brauchbarkeit/Gebrauchswert, Ästhetik, Herstellungs- und Produktionstechnik, Materialgerechtigkeit (Farbe/Material/Oberfläche), Ökologie/Energiebilanz, Preis, rationale und emotionale Botschaft sowie Zukunft/Trend. Die Gewichtung der einzelnen Kriterien ist ausschliesslich Sache der Jury.

Die GewinnerInnen können zwischen einem Geldpreis von 20'000 Franken, einem sechsmonatigen Atelieraufenthalt in London oder New York oder einem sechsmonatigen Praktikum im Ausland wählen. Dieses Jahr standen Praktikumsplätze in London bei international bekannten Designfirmen wie Matthew Hilton (Möbel- und Produktdesign), Fredrikson Stallard (Produktdesign), Value and Service (Grafikdesign), BC, MH (Grafikdesign) zur Verfügung. Seit sechs Jahren stehen diese Wahlmöglichkeiten den Gewinnern nun offen und sie werden rege genutzt. Ungefähr die Hälfte der GewinnerInnen wählt einen Atelieraufenthalt oder ein Praktikum, die andere Hälfte den Geldpreis. Besonders erfreulich ist, dass unser Förderungssystem weitere Früchte trägt, nämlich dann, wenn die PreisträgerInnen nach einem Praktikum bei einer Firma fest angestellt werden.

Der Katalog versteht sich als Lexikon über verschiedenste Themenkreise rund um die prämierten Werke und die ausgezeichneten Personen. Die PreisträgerInnen wurden gebeten, einen reichhaltigen Fragebogen auszufüllen mit Fragen unterschiedlichster Couleur. Die Antworten dienten als Fundus für ein fiktives Lexikon der jungen Schweizer Designwelt. In aufwändiger Recherchearbeit auf inhaltlicher und bildsprachlicher Ebene sowie mit Ausflügen in Parallelwelten, welche Design genauso beeinflussen und prägen können, präsentieren die Autoren und Grafiker zusammen mit den Fotografen eine Fülle an Material. Ein komplexes Verweissystem ermuntert zum Querlesen. Die Leser sind dazu eingeladen, nach Belieben den gelegten Spuren zu folgen oder eigene Wege zu gehen.

Die Publikation erscheint zur Ausstellung ‚Eidgenössische Förderpreise für Design 2008', die dieses Jahr im Museum Bellerive in Zürich stattfindet. Für die Szenografie zeichnet Alain Rappaport verantwortlich. Er verfolgt analog zur Publikation die Fährte einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise der Designobjekte, die er in Form eines verästelten Wegsystems visualisiert. Die Präsentation erfolgt auf Podesten, die den Raum gliedern und für die Besucher lediglich einen vorbestimmten Weg offen lassen.

Eidg. Förderpreise für Design 2008

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Eidg. Förderpreise für Design 2008
© BAK / Michel Bonvin

Jury

Präsidentin

Lorette Coen
commissaire indépendante, Lausanne

 

Mitglieder

Claudia Cattaneo
Kunstwissenschaftlerin
Co-Leiterin Gewerbemuseum Winterthur

Hans-Ulrich Hermann

Annemarie Hürlimann
Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin, Zürich und Berlin

Patrick Reymond
architecte, designer, Atelier Oï, La Neuveville

Cornel Windlin
Grafiker und Typograf, Zürich

Erika Zelic, Textildesignerin, Zürich

 

Experten
Lisbeth Den Besten
art historian and jewellery expert, Amsterdam
Christian Muhr
Ausstellungsmacher und Partner von 'Liquid frontiers', Wien
Libby Sellers
design curator, London

Eingang des Museums

Eingang des Museums
© BAK / Aurelia Müller

Eingang zur Ausstellung
© BAK / Aurelia Müller

Aude Lehmann
© BAK / Aurelia Müller

Ivan Sterzinger
© BAK / Aurelia Müller

Tania Prill, Alberto Vieceli, Katja Naima Schalcher
© BAK / Aurelia Müller

Lukas Zimmer
© BAK / Aurelia Müller

Catherine Leutenegger
© BAK / Aurelia Müller

Joy Ahoulou, Emilie Meldem, Anita Moser
© BAK / Aurelia Müller

Emilie Meldem, Anita Moser
© BAK / Aurelia Müller

Joy Ahoulou, Anita Moser
© BAK / Aurelia Müller

Fulguro
© BAK / Aurelia Müller

Nicolas Le Moigne
© BAK / Aurelia Müller

Jean-Luc Bonzon
© BAK / Aurelia Müller

Zimmermann & de Perrot
© BAK / Aurelia Müller

Raphaël Von Allmen
© BAK / Aurelia Müller

Raphaël Von Allmen
© BAK / Aurelia Müller

Kiko Gianocca
© BAK / Aurelia Müller

Julie Usel
© BAK / Aurelia Müller

Julie Usel
© BAK / Aurelia Müller

Publikationen der ausgestellten Künstler
© BAK / Aurelia Müller

Corina Casanova
© BAK / Aurelia Müller

Corina Casanova
© BAK / Aurelia Müller

Band
© BAK / Aurelia Müller

Claudia Cattaneo, Annemarie Hürlimann, Cornel Windlin, Lorette Coen, Patrick Reymond, Hansulrich Herrmann
© BAK / Aurelia Müller

Claudia Cattaneo, Annemarie Hürlimann, Cornel Windlin, Lorette Coen, Patrick Reymond, Hansulrich Herrmann
© BAK / Aurelia Müller

Erika Zelic
© BAK / Aurelia Müller

Annemarie Hürlimann
© BAK / Aurelia Müller

Walter Pfeiffer
© BAK / Aurelia Müller

Barbara Holzer, Tristan Kobler
© BAK / Aurelia Müller

Corina Casanova, Laudatio Alain Kupper
© BAK / Aurelia Müller

Corina Casanova, Alain Kupper
© BAK / Aurelia Müller