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Andreas Saxer

'Made in Asia'

'Made in Asia'
© BAK / Michel Bonvin

'Made in Asia'
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'Made in Asia'

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© BAK / Michel Bonvin

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'Made in Asia'
© Andreas Saxer

'Made in Asia'

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© BAK / Michel Bonvin

'Made in Asia'
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'Made in Asia'

'Made in Asia'
© BAK / Michel Bonvin

'Made in Asia'
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Overview

Kategorie

Produkt- und Industriedesign

 

Werk

'Made in Asia', Möbel und Wohnaccessoires

Essay

Essstäbchen und Kleiderständer

Wie kann man sich von Asien inspirieren lassen, ohne dem Exotismus zu verfallen? Der Zürcher Industriedesigner Andreas Saxer kennt Asien von seinen ausgedehnten Reisen und von seiner Lehrtätigkeit an einer Designhochschule in Taiwan. Seine Entwürfe für die Kollektion 'Made in Asia' basieren auf dortigen Beobachtungen und asiatischen Alltagsgegenständen, ohne jedoch asiatische Klischees zu bedienen. Der an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ausgebildete Designer beobachtete hölzerne Behälter für Tofu-Laibe, die sich platzsparend stapeln lassen. Diese Idee hat er übernommen für ein Regalsystem, bei dem drei graue tischartige Elemente aus MDF auf zwei Hockern so aufeinander getürmt werden, wie es dem Benutzer beliebt. So entsteht 'Tofu', ein leicht wirkendes Sideboard für den nomadischen Lifestyle, das sich rasch auf- und wieder abbauen lässt. Während 'Tofu' noch ein Prototyp ist, wird die Garderobe 'Chop Stick' bereits in Serie hergestellt. Die Garderobe besteht aus nur fünf Teilen: Eine schlichte Stange aus Aluminium wird von zwei Beinpaaren aus Eiche getragen. Anregung gefunden hat der Designer bei japanischen Holzverbindungen, wie sie für Dachkonstruktionen von Tempeln zum Einsatz kommen. Die Schönheit liegt hier in der Einfachheit der Konstruktion: die Beine werden zu Paaren zusammengesteckt und erinnern an Essstäbchen. Erst mit der Stange und vor allem mit dem Gewicht der Kleider erhält diese Garderobe ihre Stabilität. Die Lampe 'Shining' orientiert sich am direktesten am asiatischen Vorbild, nämlich an der traditionellen Laterne. Der Schirm besteht aus Baumwolle. Schweissnähte zeichnen ein grafisches Muster und die Verbindung zum keramischen Körper wird durch eine farbige Naht betont. Tagsüber bleibt der Schirm weiss, bei eingeschalteter Glühbirne leuchtet er farbig von innen heraus in dezentem Grün, Rosa oder Hellbau. Saxers Design ist ausgeklügelt und gleichzeitig angenehm zurückhaltend und funktional.
Peter Stohler

Resources

Referenz: Tempel in Tokyo

Referenz: Memorial Hall, Taipei

Referenz: Tofu, Taipei 2008

Referenz: Lanternen, Taipei 2009

Biografie

Name

Andreas Saxer


 

Webseite

www.andreas-saxer.com