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Tomas Kral

'Cut & Paste' und 'Upgrade', Glaskollektionen

'Cut & Paste' und 'Upgrade', Glaskollektionen
© BAK / Michel Bonvin

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Tomas Kral

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'Cut & Paste' und 'Upgrade', Glaskollektionen
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Overview

Kategorie

Glas

 

Werk

Glaskollektionen 'Cut & Paste' und 'Upgrade'

Essay

Die Transformation des Gurkenglases

Wie verwandelt man ein banales Ausgangsmaterial wie Industrieglas in etwas Begehrenswertes und Luxuriöses? Der Lausanner Designer Tomas Kral verführt uns mit seinen Glaskollektionen. Er setzt verschiedene Strategien ein, um Banales aufzuwerten. Für seine Serie 'Cut & Paste' etwa verwendet er herkömmliche Glasgebinde wie Gurken- oder Milchgläser. Er schneidet sie auseinander und setzt sie neu zusammen. Dabei entstehen neue, ungeahnt sinnliche Formen, die zwar die Herkunft des billigen Materials nicht völlig ausblenden, aber dennoch verführerisch und auf besondere Art und Weise exklusiv wirken. So beweist der Designer, der auch ein Diplom in 'Luxury Design' erworben hat, dass man auch aus rezykliertem Glas Elegantes fabrizieren kann. Die Aufwertung des Banalen setzt er mit der Technik des Glasschliffs konsequent fort: Für 'Upgrade' bearbeitet er alltägliche Glasgebinde mit Glasschliff, wie man es sonst nur von hochwertigem Kristallglas her kennt. Der Effekt ist verblüffend: Aus den vorher unscheinbaren Gebinden werden verführerische Glasobjekte. überhaupt liebt der an der Ecole cantonale d'art de Lausanne (ECAL) ausgebildete Designer Experimente mit Materialien. Er scheut nicht davor zurück, gegen ein traditionelles Verständnis von Handwerk zu arbeiten. Bei seinen 'Twist'-Vasen nämlich sind es organisch wirkende Verformungen, die beim Blasen von Glas in Holzformen entstehen. Diese interessieren ihn besonders. Was üblicherweise als Fehler betrachtet wird, macht er hier zum Gestaltungsprinzip. Für die Formfindung einer Karaffe schliesslich stellte er sich eine ganz besondere Aufgabe: Wie kann man Wasser und Wein aus einer Karaffe ausschenken? 'Molecule', bestehend aus zwei Kammern für die unterschiedlichen Inhalte, beweist es. Das Objekt ist verspielt und doch auch funktional. Thomas Krals Design-Strategien sind stets überraschend, humorvoll und mit einem Augenzwinkern versehen. Schön, dass seine (Luxus-) Objekte dennoch so erfrischend alltagstauglich bleiben.
Peter Stohler

Resources

'Cut & Paste' und 'Upgrade', Glaskollektionen

Tomas Kral in seinem Atelier

Biografie

Name

Tomas Kral

 

Geboren

1979

Ausbildung

Industrial Designer

 

auch im Jahr

2013


 

Webseite

www.tomaskral.ch