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laufendes Jahr

Camie Rebord

'Flowers Bones', Modekollektion

'Flowers Bones', Modekollektion
© BAK / Matthieu Lavanchy

'Flowers Bones', Modekollektion
© BAK / Matthieu Lavanchy

'Flowers Bones', Modekollektion

'Flowers Bones', Modekollektion
© BAK / Matthieu Lavanchy

'Flowers Bones', Modekollektion
© BAK / Matthieu Lavanchy

'Flowers Bones', Modekollektion

'Flowers Bones', Modekollektion
© BAK / Matthieu Lavanchy

'Flowers Bones', Modekollektion

'Flowers Bones', Modekollektion
© Nick Widmer

'Flowers Bones', Modekollektion
© Nick Widmer

'Flowers Bones', Modekollektion
© Nick Widmer

'Flowers Bones', Modekollektion
© Nick Widmer

Overview

Kategorie

Modedesign

 

Werk

'Flowers Bones', Diplomkollektion (2010)

Essay

Morbide Märchenhaftigkeit

Mit der Frauenkollektion 'Flowers Bones' erlangte die Walliser Textil- und Modedesignerin Camie Rebord 2010 ihren BA an der HEAD Genève und gewinnt dieses Jahr einen Eidgenössischen Preis für Design.

Schon der Titel katapultiert den Betrachter der Arbeit in eine besondere Welt, in jene des Schönen und Vergänglichen. Inspirieren liess sich Camie Rebord von der Poesie des Todes, von einer zu Beginn des 19. Jahrhunderts verbreiteten Ästhetik und verarbeitete diese in ihren Stoffen. In ihr spiegelt sich der Gedanke jener Zeit, Tote mit vielen Blumen zu umgeben und auf eine Weise zu fotografieren als wären sie noch lebendig.

Entstanden sind 17 eigenwillige Kleider, die mit leichter Transparenz und in hauchfeinen Pastelltönen die Assoziation an eine märchenhafte Elfenwelt aufkommen lassen und mit ihren verspielten Formen doch ganz dem Modetrend der Gegenwart entsprechen. Doch der erste Anschein trügt: Während Material und Schnitte ganz den Zeitgeist ausdrücken, sorgen die Stoffdrucke im Gegensatz dazu für Überraschungsmomente und lassen bisweilen gar Ekel aufkommen. So entpuppt sich etwa das Motiv auf einer luftigen Synthetikbluse erst auf den zweiten Blick als menschliches Beckenskelett. Genau dieses Erschrecken im Gewahr werden der Muster, für welche Camie Rebord Röntgenbilder oder alte Fotos verwendete, macht die Faszination für ihre Stoffe und Kleider aus. Es ist ihrem Mut zu verdanken, dass in ihrer Kollektion der Tod in der Gegenwart einen festen Platz erhält. So liefern die Kleider jedem einzelnen Betrachter Stoff, persönlichen Assoziationen und Erinnerungen freien Lauf zu gewähren. Camie Rebord ging in der Ausschmückung ihrer Kollektion genauso radikal vor wie in ihrer Themenwahl: Die Märchenhaftigkeit der Kleider wird mit Krönchen und Schuhen ergänzt, als ginge es auf einen Fin de Siècle-Ball. Feinheit, Verspieltheit und der Umgang mit Morbidität verleihen der Kollektion ihre Einzigartigkeit.
Petra Bäni

Resources

Biografie

Name

Camie Rebord

 

Geboren

1985

Ausbildung

Fashion Designer


 

Webseite

www.camie.ch